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Stundenplanänderung: Einfach mal „Leben retten“

„Junge Retter: Schüler helfen – Leben retten“ lautet das Motto des neuen Unterrichtsfaches, das die Initiative „1000 Herzen für Essen“ gerne an den weiterführenden Schulen der Stadt Essen etablieren möchte.

„Der plötzliche Herzstillstand kann jeden treffen. Rund 90.000 Menschen sind jährlich betroffen. Das Überleben der Betroffenen hängt vom sofortigen und schnellen Handeln ab. Jede Minute zählt“, so  Prof. Dr. Heinrich Wieneke, Chefarzt im Contilia Herz- und Gefäßzentrum. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarländern habe Deutschland bei der Laienreanimation großen Nachholbedarf. Grund genug für die Sozialinitiative des Contilia Herz- und Gefäßzentrums „1000 Herzen für Essen“ die Ausbildung junger Ersthelfer voranzutreiben. 

Jeder kann helfen

Die Reanimation durch Laien stellt das erste Glied der Rettungskette dar. „Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass durch optimale Laienreanimation die Überlebensrate bei Reanimation verdoppelt bis verdreifacht werden kann. So könnten rund 10.000 Menschenleben zusätzlich gerettet werden“, ergänzt Dr. Ingo Voigt, Notfallmediziner und Leiter des Cardiac Arrest Centers im Elisabeth-Krankenhaus Essen.  Gemeinsam mit Björn Bruckhoff, Koordinator im Cardiac Arrest Center und Ausbilder für Reanimation, bietet er ab sofort das nicht ganz alltägliche Unterrichtsfach „Leben retten“ für die weiterführenden Schulen in Essen an.

Das Programm „Junge Retter“ richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 8. und 10. Klasse. Ergänzt wird das Schüler-Programm durch ein „Train-the-trainer-Konzept“, das Lehrer  zu Multiplikatoren ausbildet, um das Thema Laienreanimation langfristig und nachhaltig im Schulalltag zu etablieren.

Prüfen. Rufen. Drücken.

Erste Erfahrungen konnten die „Reanimations-Lehrer“ Prof. Heinrich Wieneke , Dr. Ingo Voigt und Björn Bruckhoff schon sammeln: Zweimal haben sie gemeinsam mit weiteren Kollegen des Contilia Herz- und Gefäßzentrums die Ärzte und Pfleger bereits am Essener Grashof-Gymnasium „unterrichtet“. Hier lagen Theorie und Praxis ganz nah beieinander. Die Schüler waren begeistert und nicht minder beeindruckt. „Prüfen. Rufen. Drücken. – hört sich ganz einfach an, ist aber auf Dauer ganz schön anstrengend“, erzählt Emma Gersak, Schülerin. Sie glaubt, dass sie jetzt schon ein wenig besser für den Notfall vorbereitet ist.  


Bei Interesse können die Schulen direkt Kontakt zu Dr. Ingo Voigt und Björn Bruckhoff  aufnehmen, um weitere Informationen zu erhalten oder direkt einen Termin zu vereinbaren (Fon 0201 897-3208 oder per E-Mail cardiac.arrest(at)contilia.de)